Schlagzeuger:innen - Jäger:innen oder Sammler:innen

Für diese Projektphase haben wir uns für ein Programm entschieden, welches Stücke mit dem Thema Natur beinhaltet

und von den Komponisten und Komponistinnen sehr unterschiedlich betrachtet und in ihrer Musik verarbeitet wird. 
Schon dieser Aspekt führt bei einem Percussion Ensemble unweigerlich zu einer Vielzahl von Klang- und Geräuscherzeugern: Trommeln, Becken, Glöckchen, Holzblöcke, Muscheln- und Glasspiele und vieles mehr. Lässt man sich also auf solche Werke ein, stellt man schnell fest, dass es Grenzen in Anzahl, Menge und Ausstattung des eigenen Instrumentariums gibt. Sicher ist es von Vorteil, wenn man schon eine ganze Weile in diesem Genre tätig ist, dann hat man gegebenenfalls einen entsprechend großen Fundus.
So erging es zumindest uns im Ensemble S, die wir mit diesem Quartett-Programm über zweihundert Instrumente - von den kleinsten Cymbeln bis zu voluminösen großen Trommeln und Kakteen - auffahren mussten.

Norbert's Aufbau, viele Instrumente und Chimes
Norbert's Aufbau, Paag-Pahn Duo


Das Schlagwerk-Instrumentarium ist so vielfältig, dass man auch bei KollegInnen von „Sammlungen“ sprechen kann, denn wenn man als Zeitgenössischer-Percussionist tätig ist sammelt sich so einiges an.
Jetzt gilt es festzustellen, welche Arten von Instrumenten gebraucht werden und welche bei den einzelnen Mitgliedern vorhanden sind. So wird im Vorfeld schon klar, wer bspw. neben seinen eigenen Trommeln später noch welche von anderen benutzen muss. Das kann sich auch manchmal erst in der gemeinsamen Probephase entscheiden, wenn bestimmte Ton-/ Klanghöhenunterschiede in den Stimmen erforderlich sind und der Austausch der Instrumente notwendig wird. 

Oft stehen die Tausch-Instrumente nicht sofort zur Verfügung, was bedeutet, dass man zunächst mit „Platzhaltern“ üben und arbeiten muss und gegebenenfalls später das musikalische und technische Spielen auf das eigentliche Instrument hin verändert werden muss.